Beim Besuch einer ärztlichen Institution weiss man oft nicht, was einen erwartet. Bestenfalls, dass die oder der InhaberIn ein ärztliches Diplom und einen der zahlreichen Facharzttitel aufweisen. Wir verlassen uns auf die Meinung des zuweisenden Berufskollegen oder die Empfehlung einer uns bekannten oder gar nahe stehenden Person.
Im tiefsten Inneren ertappen wir uns dabei, mehr über die immerhin uns behandelnde Person(en) zu erfahren. Ihre Behandlungs- und Denkansätze, ihre Methoden, ihre Art zu kommunizieren, ihre Kosten, ihre Geschäftspraktiken und ihre Ethik – ihre Philosophie.
Im Sprechzimmer ist die Zeit meist wesentlich kürzer als im Wartezimmer und vieles, was wir uns vorgenommen haben zu fragen, ist auch nach dem Besuch och immer unklar.
Deshalb haben wir uns vier Punkte auf unsere Fahne geschrieben:
Offenheit, Transparenz und Vertrauen sind für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Gästen unerlässlich. Deshalb sprechen wir auch von Gästen und nicht Patienten, weil der Begriff Gast eine Wechselwirkung auslöst: Verpflichtung zu höchstmöglicher Gastfreundschaft unsererseits, hoffentlich Wertschätzung derselben seitens unserer Gäste.
Wir versuchen unsere Arbeit mit Humor zu verrichten. Dies bedeutet nicht, dass wir Schmerzen und Leiden oder gar unsere Gäste nicht ernst nehmen, aber mit einer positiven Grundeinstellung geht einfach alles besser – auch Diagnostik, Beratungen und Therapien. Und davon hängt nicht zuletzt der Erfolg unserer Gäste, Ihr Erfolg, ab. Auch durch die Einrichtung unserer Praxis möchten wir nicht primär Siechenhaus-Ambiente vermitteln, sondern Hoffnung und Zuversicht!
Die Eigenverantwortung unserer Gäste ist unser oberstes Anliegen. Nur die Hilfe zur Selbsthilfe führt mittel- und langfristig zum Ziel. Therapeutische Abhängigkeit füllt zwar mit wenig Kunden permanent das Wartezimmer, aber die Resultate sind kurzfristig und daher unbefriedigend.
Wir sind auf die Mitarbeit und Motivation unserer Gäste angewiesen. Die Behebung von Symptomen ist meist eine kurze Sache, die Lösung von Ursachen und kausaler Zusammenhänge dauert oft länger. Wer zwanzig Jahre lang seinen Körper nur noch zum Aufstützen seines Kopfes oder zum Gas geben und Bremsen gebraucht hat, kann nicht erwarten, dass nach wenigen therapeutischen Einheiten alles wieder wir früher ist. Etwas Geduld ist die zweite Voraussetzung, denn Patient kommt von patientia, was nichts anderes als Geduld heisst. Geduld und Motivation setzen Vertrauen voraus. Womit sich hier der Kreis schliesst.
„Die Menschen erbitten sich Gesundheit von den Göttern, dass sie selbst Gewalt über ihre Gesundheit haben, wissen sie nicht.“
Demokrit
Um mehr über die Philosophie zu erfahren: Lesen bitte die Rubrik „Spielkultur“. Danke!
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