Der Schwerpunkt des Kopfes sitzt nicht hinter der Körperachse. Auch nicht neben derselben. Er sitzt vor der Körperachse. Die Kräfte der Gravitation ziehen ihn förmlich nach unten. Vor Ihre Füsse. Zu beobachten in der Strassenbahn und im Zug: Wenn jemand einnickt und damit die Spannung der Nackenmuskulatur erschlafft, fällt der Kopf nach vorne auf die Brust.
Die Aufgabe der Nackenmuskulatur ist es also, den Kopf den ganzen Tag gegen die Gravitationskräfte zu stabilisieren. Je schlechter sie ausgebildet ist, umso mehr Mühe hat sie bei der Bewältigung dieser höchst anspruchsvollen Aufgabe. Die Folge: Verkrampfung pur!
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Nackenmuskeln sind eingebettet in nachbarschaftliche Strukturen: Bindegewebe, Nerven, Blutgefässe. Durch Verspannungen der Muskulatur werden diese an sich friedlichen nachbarschaftlichen Verhältnisse erheblich gestört. Eine verspannte und verhärtete Muskulatur übt einen erhöhten Druck auf diese Strukturen aus. Da Nerven in Bahnen funktionieren, können sie durch diese Druckerhöhung den Schmerz nicht nur lokal zum Ausdruck bringen sondern ihn auch zu den Schultern, zwischen die Schulterblätter, in die Arme und Hände oder gar aufsteigend zum Kopf weiterleiten.
Entsteht ein erhöhter Duck auf die Blutgefässe, vermindert sich der Blutdurchfluss. Blutgefäss funktionieren nicht anders als ein Gartenschlauch: Stehen Sie drauf, kommt an dessen Ende bestenfalls noch ein kleines Rinnsal heraus. Bei den in der Nackenregion gelegenen Gefässen ist dies besonders tragisch, denn sie versorgen unter anderem auch Regionen unseres Gehirns. Im Blut wird Sauerstoff transportiert. Weniger Blutfluss ins Gehirn bedeutet somit weniger Sauerstoff, mit welchem Sie Ihren Garten des Durchhaltens, der Konzentration und der Kreativität giessen.
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